Patenschaftsprogramm

Das PEARL-Patenschaftsprogramm ist eine gute Spenden-Möglichkeit, wenn Sie ein bedürftiges Kind unterstützen und eine anhaltende Verbesserung seines Lebens und seiner Zukunft erreichen wollen. 
Wenn Sie sich vorstellen können, ein Kind zu fördern, senden wir Ihnen eine kurze Beschreibung der Lebenssituation des ausgewählten Kindes sowie ein Foto von ihm und seiner Familie zu. Ferner erhalten Sie regelmäßige Berichte über die Entwicklung ihres Patenkindes. Sie können auch selbst mit Ihrem Patenkind brieflich in Kontakt treten, wenngleich nur durch unsere Organisation. Mit Ihrer Bereitschaft zu helfen gehen sie keine rechtliche Verpflichtung ein. Wir hoffen dennoch, dass Sie Ihr Interesse und Ihr Wohlwollen bis zum Ausbildungsabschluss des Kindes beibehalten. Der derzeitige Betrag von Euro 150 deckt die Betreuungskosten für ein volles Jahr.

Was leistet das Patenschaftsprogramm?

Bildung ist ein fundamentales Recht jedes Kindes, ein elementarer Baustein in der Entwicklung eines Menschen als auch jeder Gemeinschaft. Durch das Patenschaftsprogramm erhält ein bedürftiges Kind die Möglichkeit, gesund und gefördert aufzuwachsen.  Die in diese Betreuung aufgenommenen Kinder werden in staatlich anerkannten Internatsschulen aufgenommen und regelmäßig von PEARL Mitarbeitern besucht und betreut. Diese kümmern sich nicht nur um die schulischen Fortschritte, sondern auch die Gesamtentwicklung des Kindes. 
Seit 2017 unterstützen wir mit diesem Programm auch Kinder aus der Vogelfänger-Gemeinschaft. Sie besuchen die lokalen Schulen, bleiben aber während der Schulzeit in ihrer familiären Umgebung.  Diese finanzielle Hilfe ermöglicht:

  • die Absolvierung einer fundierten, den örtlichen Verhältnissen angepasste Bildung
  • adäquate Ernährung,
  • Gesundheitsvorsorge,
  • Erholung und Förderung der Kreativität,
  • Entfaltung der Persönlichkeit
  • Absolvierung einer beruflichen Ausbildung
  • die Ermutigung, an einer Gemeinschaft aktiv teilzunehmen und sie mitzugestalten.

Häufig stattfindende Seminare im PEARL-Zentrum während der Schulferien erlauben den Kindern, untereinander Freundschaften zu pflegen und sich gegenseitig auszutauschen und zu unterstützen. Regelmäßige Eltern-Seminare – teils gemeinsam mit ihren Kindern – unterstützen die Eltern in der Bewältigung ihrer eigenen Lebenssituation, ermutigen sie bei der Suche nach neuen Lebenswegen für ihre Kinder und fördern ein Gemeinschaftsverständnis, das über bisher Übliches hinaus wächst wie zum Beispiel das Kasten-Denken mit seinem starren sozialen Gefüge.
Nach der Beendigung der Schul- und Berufsausbildung unterstützen wir die Kinder bei der Suche eines Arbeitsplatzes. Manche finden sogar Beschäftigung im PEARL-Verein und helfen anderen Kindern dabei, ihre ungünstige Lebenssituation zu verbessern. 
Das langfristige Ziel dieser Initiative ist Kinder zu unterstützen, selbstständige und verantwortliche Mitglieder ihrer Gemeinschaft zu werden, indem wir ihnen Rahmenbedingungen schaffen, ihr persönliches Potential zu verwirklichen. Dies wirkt sich nachhaltig auf die Familie und die gesamte Gemeinschaft über Generationen hinweg aus.

Zielgruppe des Projekts
  • Kinder aus der Gemeinschaft der Vogelfänger und Schlangenbeschwörer, die traditionell nicht sesshaft leben und daher keine Schule besuchen
  • Kinder aus der Gemeinschaft der Weber als auch der Müll-und Kanalarbeiter, die durch direkte Ausbeutung und Unterdrückung durch sozial höher gewertete Gemeinschaften bedroht sind (Kinderarbeit, soziale Unterdrückung durch wirtschaftliche Abhängigkeit)
  • Kinder aus der Gemeinschaft der “Kastenlosen” (Dalits, sozial unterdrückte Gruppe im indischen Sozialsystem)
  • Kinder aus Familien deren Eltern oder Verwandte (Waisen) als Tagelöhner oder Hilfsarbeiter im Agrarbereich zu sehr schlechten Lohnbedingungen arbeiten
  • Kinder aus Familien mit geringen sozialen als auch wirtschaftlichen Grundbedingungen
Kriterien zur Aufnahme in diese Betreuung
  • Soziale und/oder wirtschaftliche Bedürftigkeit
  • Gefahr der Ausbeutung, des Missbrauchs oder Vernachlässigung innerhalb der Familie oder Gemeinschaft
  • Verlust eines oder beider Elternteile
  • Interesse eines Kindes auf Bildung, das ihm jedoch von der Familie und der Gemeinschaft auf Grund von Unwissenheit, sozialer Prägungen als auch wirtschaftlicher Engpässe verwehrt wird (meist der Fall für Mädchen)
  • Mangel an Bildungseinrichtungen im ländlichen Bereich