Covid-19 in Indien

Die Pandemie hat enorme Auswirkungen auf die Menschen in Indien und natürlich auf unsere Projekte. Seit April 2020 sind im ganzen Land die Schulen geschlossen. Das betrifft auch die Montessori Preschool in Perumalmalai und die PEARL Playschool in Paramakudi. Erst seit September 2021 beginnt eine langsame Öffnung der Bildungseinrichtungen, aber vorerst nur für die oberen Klassenstufen. Unsere Schulen bleiben geschlossen.

Impfstation bei PEARL
Impfstation bei PEARL

Keine Schule: das bedeutet auch Wegfall des obligatorischen Mittagessens, es bedeutet vermehrte Kinderarbeit und eine Zunahme von Verheiratungen minderjähriger Mädchen. Es ist auch nicht sicher, wie viele Kinder nach einer Öffnung wieder in die Schule kommen. Der fehlende Stoff von fast 600 Tagen Unterricht wird eine Lücke in der Ausbildung einer ganzen Generation hinterlassen.

Es ist ein Drama, nicht nur in Indien, sondern auch in vielen Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas. In den Familien steigt die Not. Die Pandemie brachte für viele Arbeitslosigkeit und Mangel an Geld und Nahrungsmittel. Unterernährung und Hunger sind die Folge. Dazu kommt eine viel größere Anzahl an Covid-19 Erkrankungen und Todesfällen, als wir es in Europa erlebt haben. Durch die Überlastung des Gesundheitssystems nehmen auch andere Krankheiten wieder zu und können oft nicht behandelt werden. Das bedeutet für viel großes Leid.

Lebensmittelverteilung bei PEARL
Lebensmittelverteilung bei PEARL

In diesen Zeiten größter Not war und ist die Arbeit unserer Projekte durch Auflagen der Regierung sehr erschwert. Nur mit viel Fantasie und teilweise auf Umwegen konnte den betroffenen Menschen geholfen werden. Es werden vielfach Lebensmittel und im Winter warme Decken verteilt. Als Ersatz für die ausgefallene Schulspeisung wird für eine begrenzte Anzahl von Kindern und Alten ein tägliches Mittagessen zubereitet und verteilt. Soweit möglich wird Unterricht für die Kinder außerhalb der Schule angeboten und bei PEARL wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinde drei Impfaktionen durchgeführt. Dies alles ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber so notwendig, um den Kontakt nicht abreißen zu lassen.

Noch sind die Folgen dieser schweren Zeit nicht abzusehen, aber es wird viel Arbeit auf unsere Projekte zukommen. Wir sind unseren Spendern sehr dankbar, dass sie uns und unsere Projekte nicht in Stich gelassen haben.